Genauso anders wie ich

Drama, USA 2017

Danke, Michael Carney! Der Regisseur bringt uns die bezaubernde Renée Zellweger zurück und sorgte mit den Dreharbeiten zu »Genauso anders wie ich« wenigstens kurzweilig dafür, dass Zellweger nicht noch einen neuen »Bridget Jones«-Teil verbricht. Die Themen Männer und die Liebe finden sich natürlich auch in diesem Film, doch hier geht es nicht um eine entscheidungsunfreudige Frau, die im Knast zu Madonnasongs tanzt. In diesem Drama, das auf dem Bestseller »Same Kind of Different as Me: A Modern-Day Slave, an International Art Dealer, and the Unlikely Woman Who Bound Them Together« basiert, geht vielmehr zu Herzen statt ans Zwerchfell.
Bei Kunsthändler Ron Hall (Greg Kinnear) und seiner Ehefrau Deborah (Renée Zellweger) ist nach 19 Jahren Ehe die Langeweile eingetreten. Statt gemeinsam glücklich zu sein, führen sie zwei separate Leben nebeneinander her. Zumal Ron auch noch eine Affäre angefangen hat. Und während Deborah mit sich und ihren Träumen kämpft, tritt der obdachlose Denver Moore (Djimon Hounsou) in ihr Leben. Mit einiger Überraschung stellt die wohlhabende Ehefrau fest, dass Moore der Mann aus ihren wiederkehrenden Träumen ist. Aus der ersten Begegnung wird mit der Zeit eine innige Freundschaft der drei, die alles bis dato als selbstverständlich erachtete in ein neues Licht rückt und auch die Beziehung des Paares auf eine neue Ebene stellt.
Dass das zugrunde liegende Buch auf wahren Ereignissen beruht, schützt natürlich den Kinogänger nicht gänzlich davor (oder fördert es das Ganze nur noch?!), dass das neue Werk von Regisseur Carney ordentlich auf die Tränendrüse drückt. Dennoch verleiht es dem Film eine enorme Glaubwürdigkeit.
Nicht nur eine gute Wahl für Zellweger-Fans!
juko